| Geschichte | entdeckt Mitte des 19. Jhds. vom Briten Daniell |
| Synthese | Thaumatin ist ein Gemisch von süß schmeckenden Polypeptiden, das aus dem die Samen umgebenden Mantel der westafrikanischen Katemfe-Frucht extrahiert werden kann. Aus 1 kg der Früchte lassen sich etwa 6 g Thaumatin gewinnen. Sehr aufwendiges Herstellverfahren, deshalb extrem teuer. Der einzige in der EU zugelassene natürliche Süßstoff. |
| Sensorik/Süßkraft | verzögert einsetzende, intensive, nachhaltige Süße lakritzartiger Nachgeschmack 2.000-3.000 fach |
| Eigenschaften |
| physiologisch | wie jedes andere Protein im Körper umgewandelt, aufgrund der geringen Einsatzkonzentration aber kalorisch vernachlässigbar zahnschonend und für Diabetiker geeignet |
| anwendungstechnisch | besonders als Geschmacksverbesserer geeignet Süße beim Kochen und Backen instabil, geschmacksverstärkende Wirkung bleibt unbeeinträchtigt gutes synergistisches Potential mit anderen kalorienarmen Süßstoffen |
| ADI-Wert | evaluiert durch JECFA: nicht spezifiziert (Begründung: bei Anwendung im Rahmen der Guten Herstellpraxis (GMP) geht von diesem Stoff kein erkennbares gesundheitliches Risiko aus; auf eine numerische Festlegung kann daher verzichtet werden); in den USA gilt Thaumatin als "GRAS" (Generally Recognized As Safe) |
| Anwendungsgebiete | Kaffeegetränke Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte Kaugummi Joghurts Gelees und Marmeladen |